DAS 2. LEHRJAHR HAT BEGONNEN: INTERVIEW MIT JONAS, FACHMANN FÜR BEWEGUNGS- UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG

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„Bald übernehme ich einen Teil des Gruppentrainings“

Ein Jahr Lehre hat Jonas Neukomm schon hinter sich. Der angehende Fachmann für Bewegungs- und Gesundheitsförderung arbeitet im Trainingszentrum MFIT in Schaffhausen. Im nächsten Jahr wird er Schnupperlernenden erklären, worauf es bei der Ausbildung ankommt.

Wie fühlst du dich beim Abschluss des ersten Lehrjahres?
Immer sicherer. Insbesondere, weil ich meine Teamkollegen nun besser kenne. Es macht mir auch nichts mehr aus, auf Menschen zuzugehen, die ich noch nicht kenne. Und ich habe mich daran gewöhnt, alle zu duzen, wie es bei uns im Fitness die Regel ist – auch ältere Menschen.

Was hast du gelernt?
In der Schule haben wir Kurse bei einer Ärztin und bei Physiotherapeuten. Es ist spannend, zu erfahren, wie der Körper aufgebaut ist und wie der Bewegungsapparat funktioniert. Auch haben wir geübt, was zu tun ist, wenn sich jemand verletzt.

Ist die Schule streng?
Schon, wir haben jede Woche ein bis zwei Tests und viele Hausaufgaben. Bisher läuft es aber tipptopp, ich habe in keinem Fach Probleme. Das Pendeln von Schaffhausen nach Basel an zwei Tagen in der Woche ist allerdings aufwändig.

Was steht nun im zweiten Lehrjahr an?
Bisher habe ich Einzeltrainings begleitet, ab dem nächsten Jahr werde ich für einen Teil der Gruppentrainings zuständig sein, fürs Aufwärmen und das Dehnen am Schluss. Ich mache dies beim Kurs „Body Pump“, den ich auch selber gern besuche. Im dritten Lehrjahr kann ich dann einen ganzen Kurs leiten.

Braucht es Überwindung, vor einer Gruppe Übungen vorzumachen?
Ja, schon ein bisschen. Aber zum Glück haben wir dies in der Schule geübt. Dort müssen wir manchmal sogar tänzerische Elemente vor der Klasse zeigen. Das fand ich zuerst etwas peinlich, aber jetzt macht mir das nichts mehr aus.

Bekommt ihr im Betrieb im August wieder einen neuen Lernenden?
Erst im nächsten Jahr. Es werden aber bald Schnupperlernende kommen. Mein Chef hat mir schon gesagt, dass ich am Infotag und bei der Betreuung mithelfen soll. Das mache ich gerne.

Du bist ein begeisterter Fussballer, bleibt dir neben der Arbeit genug Zeit dafür?
Vor meiner Lehre war ich bei den Junioren des FC Schaffhausen und habe bis zu fünfmal pro Woche trainiert. Das geht neben der Ausbildung nicht mehr. Nun trainiere ich dreimal pro Woche bei der Spielvereinigung Schaffhausen. Fussball ist immer noch enorm wichtig für mich; wenn ich mich mit Kollegen treffe, diskutieren wir fast immer über Spiele.

Jonas berichtet während der ganzen Lehrzeit über seinen Alltag. So ging es ihm nach 100 Tagen.